
Es gibt nicht viele Science Fiction Romane, die einen lange im Gedächtnis bleiben. Nebels Assimov´s “Fundation – Zyklus” und Peter F. Hamiltons “Armageddon – Zyklus” ist das bei mir der “Dune-” oder “Wüstenplanet – Zyklus” von Frank Herbert. Zuerst in den 80-zigern im TV gesehen einer viel unterschätzter Monumental SF – Film von David Lynch und dann nach dem Mauerfall die Bücher. Die 6 Bücher im Schuber waren mit die ersten Bücher, die ich mir nach der Wende kaufte.
Ich mußte feststellen, das sie nicht einfach zu lesen waren, da der Stil von Frank Herbert sehr altmodisch war. Die erste Trilogie habe ich Geschäft. Die zweite wartet noch darauf gelesen zu werden. Aber das schaffe ich auch noch. Irgendwann. Eigentlich sollte die Romane mit einem siebten Roman abgeschlossen werden, doch Frank Herbert starb, bevor er diesen letzten Roman schreiben konnte.
In den 1990-ziger Jahren schrieb sein Sohn Brian Herbert zusammen mit einem der erfolgreichsten Autoren des Genres - Kevin J. Anderson – auf Grundlage der vom Vater hinterlassenen Notizen die Geschichte des Wüstenplaneten weiter. Eigentlich setzten die beiden Autoren ihn nicht fort, sondern erzählten die Geschichte, die zu den Ereignissen in den Frank Herbert Romanen führten. Prequel zu Dune. Sie nannten sie “Die frühen Chroniken”. Diese wurden einen Erfolg und so legten Brian Herbert und Kevin J. Anders nach.
Es kam die “Legenden- Trilogie” auf dem Markt. Hier griffen Sie ganz weit in die Vergangenheit des “Wüstenplaneten – Universum” zurück. Man könnte auch sagen die “Wie alles begann” Trilogie.
Der erste Band ist “Butlers Dijhad”.
In diesem ersten Roman erfahren wir Lesen, wie sich der Orden der Bene – Gessierit entstehen wird, auch wenn sie hier noch nicht so heißen. Es wird erzählt wie das Geheimnis der “Spice – Melange” entdeckt wird und der Handel mit ihr beginnt. Und es wird ausführlich erzählt, wie es zur Revolution der Menschen gegen die “Denkmaschienen” kommt, von der in den anderen Romanen immer nur ganz wenig angedeutet wird. Es wird erzählt wie der “Holzmann- Schild” entstand und von der Herkunft der Fermen, jenen geheimnisvollen Bewohner von Arrakis, dem Wüstenplaneten, die aber noch nicht Fermen heißen. Und wir erfahren wie es zum ersten Ritt auf einem Sandwurm kam.
Herbert und Anderson breiten vor uns Lesern ein monumentales SiFi – Epos aus, das alles hat was eine gute Space Opera haben muß. Liebe, Mord und Totschlag. Intrigen, Helden, Raumschiffe, gigantische Schlachten.
Auf knapp 800 Seiten werden wir in die Ereignisse regelrecht hineingezogen. Wie schon in der “Frühe – Chroniken – Trilogie” gibt wieder eine große Menge an Hauptpersonen, deren Wege sich während der Handlung kreuen und dann wieder trennen.
“Butlers Dijhad” legt die Grundlage für die nächsten beiden Bände, die auch nicht dünner sind.
Obwohl die ganze Geschichte sehr breit angelegt ist, verliert man den Überblick nicht. Einmal weil es am Ende des Romans ein sehr ausführliches Glossar gibt, wo die wichtigsten Begriffe auch für Nichtkenner des “Wüstenplaneten -Zyklus” erklärt werden, zum anderen behalten die Autoren im den Überblick der zahlreichen Handlungsfäden. Da durch wird es nie langweilig, außerdem beherrschen die Beiden die Cliffhanger Technik perfekt. Mir gefällt dieser Stil von Herbert und Anderson. Er liest sehr gut und ist modern, so ganz anders als der von Frank Herbert in den Original Romanen. Außerdem sind die Kapitel – 126 an der Zahl – nicht sehr lang. Cliffhanger und die relativ kurzen Kapitel, der Stil fixen einen regelrecht bei lesen an und so kann es kommen, das man freiwillig auf die ein oder andere Stunde Schlaf verzichtet um seine Neugier zu befriedigen wie es denn nun weiter geht.
Das einzige, was eingien aufstoßen könnte, sind die technischen Unsinnigkeiten und das Technik Blabla – sind sind meistens Quatsch. Aber wer will schon wissen wie die Technik auf der Erde in vielen Tausend Jahren aussehen wird. Einfach lesen und sich darauf einlassen, dass ist das beste Mittel. Und bloß nicht aufregen, denn sonst verdirbt man sich den ganzen Spaß beim Lesen.
Es ist nun halt mal so in diesem Universum und dass ist auch gut so. Wenn man sich darauf einlässt hat man richtig Spaß beim Lesen dieses ersten Romans.
Fazit:
Ein monumentaler Auftakt, der viel verspricht und vieles hält. Man kann diesen Roman auch ohne Vorkenntnisse der anderen Romane lesen. Ist sogar besser, da man die Entwicklung komplett mitbekommt. Auf jedenfalls, genau das richtige für die etwas andere Urlaubslektüre.
+ angenehmer Schreibstil
+ richtig großer Monumentalroman im Breitwand – Format
+ fazienierende Geschichte
+ sehr ausführliches uns gutes Glossar an Ende
- etwas viel Technikgedöns
- manche Szene nichts für schwache Gemüter
Note: 2 +







